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Diese jüdischen Figuren sind jedoch nicht handlungstragend, sondern rein atmosphärische Nebenfiguren.

Dasselbe Prinzip kehrt wenige Jahre später in der erfolgreichen Fernsehserie „Berlin Berlin“ (2002–05) wieder. Der titelgebende Ort wird durch das Neben- und Miteinander verschiedener Kulturen charakterisiert, verkörpert durch Nebenfiguren.

Vieles macht den Sehnsuchtsort Berlin aus, unter anderem jüdisches Leben. Klezmer, Essen, nächtliche Haflas – Juden, so scheint es, sind in der Hauptstadt gleichzeitig begehrenswert exotisch und wohltuend normal.

Berlin ist vielleicht neben New York das einzige großstädtische Habitat, in dem sie sein können, wie sie wollen, so künstlerisch, so intellektuell, so sexy.

Während der 13-jährige Kaleb bei der Mutter blieb, zog der 15-jährige Tolja zu Viktor.

So haben wir jetzt Nina Rubin – eine echte Berlinerin, Tochter eines Boxclubbesitzers, für ihren Ehemann und „aus innerer Überzeugung“ zum Judentum konvertiert.

Sogar die wenig unterhaltsame, schablonenhafte Fernsehkomödie „So ein Schlamassel“ (2009) enthielt mit einem orthodoxen, lesbischen Paar unter den Nebenfiguren immerhin ein wenig Ambivalenz am Rande der ansonsten klischeebeladenen Darstellung. Er ist nicht irgendein Fernsehfilm und auch nicht irgendein Krimi, sondern gilt vielen als Spiegel der Gesellschaft.

Sein Erfolgsrezept ist seine Mischung: Krimi als Lieblingsgenre der Deutschen, dazu Lokalkolorit, wiederkehrende Elemente und aktuelle Bezüge.

Doch Berlin ist eben auch der Handlungsort, an dem die Vielfalt jüdischen Lebens jenseits von Klischees sichtbar werden kann: In Dominik Grafs ebenso großartiger wie unglücklich versendeter Krimiserie „Im Angesicht des Verbrechens“ (2010) ermittelt der junge Polizist Marek Gorsky zwischen deutscher Polizei, russischer Mafia und jüdischem Elternhaus.

Aller Aufregung der Handlung zum Trotz bleibt sein Jüdischsein völlig unaufgeregt.

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